Oberammergauer Passionspiele 2010

Bei uns können sie verschiedene Pakete zu den Passionspielen in Oberammergau buchen. Im Paket enthalten ist eine Eintrittskarte der Preisklasse 2  (im Zeitraum 5. Juni - 18 .September jeweils samstags).

Aufführungsgeschichte

"Im Pestjahr 1633 hatten die Einwohner von Oberammergau feierlich gelobt, regelmäßig ein Passionsspiel aufzuführen, wenn sie von der Pest verschont bleiben würden. 1634, 1644, 1654 und 1664 wurde das Passionsspiel auf der Grundlage von Texten aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts aufgeführt. 1674 kam es zur Erweiterung des Passionstexts durch Pfarrer Johann Älbl. Der Ettaler Benediktiner Ferdinand Rosner (1709–1778) schließlich schreibt die „Passio nova“ im Stil des Barocktheaters. Oberammergau wurde damit zum Leitbild für andere Passionsspielorte. 1770 verbot der Geistliche Rat von Kurfürst Maximilian III. Joseph die Passionsspiele.

Die Bühne war ursprünglich ein einfaches Holzgerüst, im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts wurde sie mit Kulissen und Bühnentechnik ausgestattet. Der Benediktiner Othmar Weis aus dem säkularisierten Kloster Ettal verfasste 1811 einen neuen Text für das Passionsspiel mit dem Titel „Das große Opfer auf Golgotha oder Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu“. Im Jahr 1815 nahm Johann Nikolais Unhoch (1762-1832) eine grundlegende Neugestaltung vor. Joseph Alois Daisenberger (1799-1883), der seit 1845 Pfarrer in Oberammergau war, wurde erster richtiger Spielleiter der Passionsspiele. Er entwarf einen neuen Text für das Passionsspiel von 1850. Der Ort wurde langsam auch international durch seine Passionsspiele bekannt. 1890 wurde eine neue Bühne nach Plänen Carl Lautenschlägers errichtet. Im 32. Spieljahr 1920 besuchten dann schon 420.000 Zuschauer die Neuinszenierung Georg Johann Langs (1889-1968) im Sinne des modernen Regietheaters. Ein Neubau der Freiluftbühne durch Georg Johann Lang und seinen Bruder, den Architekten Raimund Lang, wurde dann für das Passionsjahr 1930 errichtet.

1987 wurde der gelernte Holzbildhauer und derzeitige Intendant des Münchner Volkstheaters Christian Stückl (* 1961) zum jüngsten Spielleiter in der Geschichte der Passionsspiele gewählt. Unter seiner Leitung kam es im Jahr 2000 erstmals seit 1930 wieder zu einer umfassenden Neuinszenierung. Er wird auch die Passionsspiele 2010 gemeinsam mit dem Bühnenbildner Stefan Hageneier und dem musikalischen Leiter Markus Zwink inszenieren, nachdem es innerhalb der Bevölkerung Oberammergaus diesbezüglich zu großen Spannungen gekommen war. Deren Ursache war, dass Stückl plant, das Spiel der besseren Wirkung wegen teilweise in der Nacht zu spielen. Am 16. Juni 2007 sprachen sich die Oberammergauer in einem Volksentscheid für Stückls Konzept aus."[1]

Die Oberammergauer Passionsspiele werden vom 15. Mai bis zum 3. Oktober 2010 stattfinden.

[1]  Auszug by wikipedia

 

 

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